Das Wesen ätherischer Öle

Worte, Bilder, Empfindungen

Eine Frau gibt mit einer Pipette ätherisches Öl auf ihren Unterarm; daneben stehen Ölfläschchen, eine brennende Kerze und Blüten – ätherische Öle beinhalten Pflanzen- und Ölwesen.

Ein Workshop über die feinstoffliche Wahrnehmung ätherischer Öle beim Jahrestreffen des Bundesverbands Tierkommunikation

Zusammengetragen von Katja Hammerschmidt

Quelle: Foto © unsplash – Chelsea Shapouri

Ätherische Öle werden aus unterschiedlichen Teilen einer Pflanze gewonnen – beispielsweise aus Blüten, Blättern, Nadeln, Holz, Rinde, Wurzeln oder Harzen. Je nach Pflanze kommen dabei verschiedene Verfahren zum Einsatz. Einige ätherische Öle entstehen durch Wasserdampfdestillation, andere durch Kaltpressung oder besondere Formen der Extraktion.

Beim Jahrestreffen des Bundesverbands Tierkommunikation näherte sich Anke Pütz gemeinsam mit den Teilnehmerinnen den ätherischen Ölen aus einer anderen Perspektive: Was nehmen wir wahr, wenn wir nicht nur ihren Duft und ihre bekannten Eigenschaften betrachten, sondern uns für eine bewusste Kommunikation mit ihrem Wesen öffnen?

Die Teilnehmerinnen verbanden sich nacheinander mit der Sibirischen Tanne, dem Rosmarin und der Zeder. Dabei empfingen sie Worte und innere Bilder oder nahmen körperliche und emotionale Empfindungen wahr.

Inhaltsverzeichnis

  • In jedem ätherischen Öl steckt ein wunderbares Wesen
  • Worte, Bilder, Empfindungen zu den ätherischen Ölen
  • Das Wesen der sibirischen Tanne
  • Das Wesen des Rosmarins
  • Das Wesen der Zeder
  • So vielfältig kann Wahrnehmung sein

In jedem ätherischen Öl steckt ein wunderbares Wesen

Eine Einleitung von Anke Pütz

Hättet ihr geahnt, dass in jedem ätherischen Öl ein wunderbares, kraftvolles Wesen wirkt?

Schon seit rund 20 Jahren arbeite ich in meiner Heilpraxis – vor allem bei Massagen und in der Dorn-Therapie – mit ätherischen Ölen, die ich abgestimmt auf die Patienten in die Massage-Öle mische. An den ätherischen Ölen schätze ich, dass sie über den Geruch sehr schnell das limbische System erreichen und so ihre helfende Wirkung entfalten können. Außerdem werden sie natürlich über die Haut aufgenommen und erreichen auch so mit der Zeit jede Zelle. Ihre Wirkung ist kraftvoll und sanft zugleich.

Trotz all dieser langen Erfahrung im Umgang mit den Ölen waren und sind die geschilderten Eindrücke und Erlebnisse für mich eine völlig neue Entdeckung und ein großes Geschenk.

Angestoßen durch spontane eigene Erlebnisse und Wahrnehmungen der Wesen, die hinter den einzelnen ätherischen Ölen stehen, habe ich mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, sowohl mit weiterem Nachspüren als auch theoretisch, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, das in der Verwandlung der Öle durch den Destillationsvorgang steckt.

Beim diesjährigen Jahrestreffen des Bundesverbands Tierkommunikation konnte ich nun von meinen Entdeckungen und Erlebnissen erzählen. Daran anschließend haben sich alle Teilnehmerinnen freudig engagiert daran gemacht, sich selbst mit den mitgebrachten Ölen zu verbinden und sich ihrem Wesen zu nähern. So sind die folgenden Eindrücke entstanden.

Ein schönes Erlebnis am Rande war, dass sich immer mal wieder einer der anwesenden Hunde für ein Öl interessierte und gerne einmal daran riechen wollte.

Worte, Bilder, Empfindungen zu den ätherischen Ölen

Die folgenden Aufzeichnungen geben die Wahrnehmungen der Teilnehmerinnen wortwörtlich wieder. Sie wurden weder vereinheitlicht noch nachträglich interpretiert und erheben keinen Anspruch auf eine allgemeingültig Beschreibung oder Wirkung der jeweiligen Öle.

Das Wesen der Sibirischen Tanne

Wahrnehmungen von Anke Pütz

Die ersten Erlebnisse mit Pflanzen- und Ölwesen:

Ich liebe den frischen Duft von Siberian Fir. Jeden Abend nahm ich das Fläschchen und roch mit tiefen Atemzügen daran. So auch an jenem Abend. Aber diesmal brachte der Duft ein Bild mit: Ich sah den hochgewachsenen Nadelbaum mit seinen weit schwingenden Ästen. Ganz unten bildeten die Äste ein großes „Dach“, unter dem verschiedene Tiere einen geschützten Platz fanden. Ein beeindruckender Baum!

Am nächsten Abend hoffte ich dieses Bild noch einmal zu sehen. Aber diesmal erschien nicht der Baum. Ich sah eine hochgewachsene Frau, ganz in glänzendes Weiß gekleidet; auch die langen Haare waren weiß. Auf diesem glänzenden Weiß funkelten Tausende winziger Silbersternchen. Das Schönste aber war der Gesichtsausdruck. Ein eher herberes Gesicht, mit einem Blick voller Güte, Klarheit und Weisheit.

Das erste Bild empfand ich als einen Ausdruck der Pflanze als Pflanzenwesen. Das zweite als Ausdruck des Öls, als Ölwesen.

Damit war in meinem Inneren eine Tür einen Spalt breit aufgestoßen und der Weg begann.

Wahrnehmungen von Silvia Diehl

EMPFINDUNGEN + BILDER

Auf die Frage „Wer bist du?“ zeigt sich mir ein Koniferengewächs in Form einer Tanne. Ich habe auch Holzstapel gesehen.

Ich bekomme ein tiefes Gefühl der Verwurzelung. Mein rechtes Auge brennt. Die Lunge arbeitet nicht richtig. Ich fühle mich von den Wurzeln gefangen.

Und plötzlich fühle ich mich ganz leicht.

Wahrnehmungen von Maike Temme

EMPFINDUNGEN

Zitronig, gelb-grün, rauchig, entspannt, „Die Sonne geht auf“, herzöffnend, freundliches Wesen, verströmt Leichtigkeit.

BILDER

Bilder von Felsen und weitem Himmel mit Sonne und Wasser.

WORTE

„Ich gebe Weite und öffne die Seele.“

Wahrnehmungen von Alexandra Starke

BILDER + WORTE

Bei einem blumigen, farbigen und fröhlichen Bild von einer Art von Schmetterlingstänzen bekam ich die Botschaft: „Ich tanze und locke Tänzer an.“

Wahrnehmungen von Nicole Keienburg

BILDER + EMPFINDUNGEN

Mein erster Eindruck ist ein sehr großer Wasserfall in einem riesigen Nationalpark mit viel Wald, und dazu ein starkes Gefühl von Freude.

Ich nehme ein männliches Wesen wahr, sehr hoch schwingend.

WORTE

Auf meine Frage „Wer bist du?“ kommt:

„Wie schön, dass ihr hier mit uns schaut. Wir heilen Verletzung/Traumata, Desorganisation, Disharmonie auf Zellebene.“

(Ich bekomme hier den Hinweis, dass auch ich davon profitieren könne.)

Ich frage nach dem Bezug zum Wasserfall und bekomme den Hinweis, dass es für diese Art von Heilung viel Kraft und Power braucht und den frischen Wind, den auch jeder große Wasserfall mit sich bringt.

Das Wesen verabschiedet sich mit: „Viel Spaß euch noch!“

Wahrnehmungen von Katja Hammerschmidt

FRAGE
Wer bist du?

WORTE

„Ich bin alles und nichts.“

EMPFINDUNGEN

Konsequent, kompromisslos, ganz oder gar nicht.

Das Wesen des Rosmarins

Wahrnehmungen von Silvia Diehl

EMPFINDUNGEN + BILDER

Ich bekam das Gefühl von sehr kalt und blau.

Auf die Frage „Wer bist du?“ kam ein Bild von einem schneebedeckten Berggipfel.

Sodann spüre ich ein Kribbeln auf dem vorderen Teil der Zunge. Der obere Gaumen hebt ab. Ich fühle mich verwirrt durch die vielen Gespräche im Außen. Die Zunge wölbt sich. Ich verspanne mich im Gesicht.

Wahrnehmungen von Maike Temme

BILDER + EMPFINDUNGEN

Grün-rauchig, klar, nicht weich, aber biegsam, Nadeln. Karg, nicht saftig. Nicht männlich oder weiblich, sondern androgyn. Ernsthaft und nicht verspielt.

Schlanke Statur, doch mit enormer Schubkraft/Intensität.

WORTE

„Ich bin Klarheit und Ruhe und habe ein Ziel im Visier. Ich gebe die Richtung vor, obwohl ich stark an meinem Ort verankert bin.“

Wahrnehmungen von Nicole Keienburg

EMPFINDUNGEN

Zu Beginn erscheint ein sehr freundliches Wesen in nicht definierbarer Gestalt vor mir.

In meine Wahrnehmung fließen Eindrücke von südlichen Ländern wie La Palma o.Ä.. Heiß, trocken…

WORTE

Auf meine Frage „Wer bist du?“ kommen Stichpunkte wie: „Anregend, Ausgleich. Ich löse Altes, vernarbtes (Narbengewebe). Ich bin wie Handauflegen.“

Dann bedankt es sich bei mir für den Kontakt.

Wahrnehmungen von Alexandra Starke

EMPFINDUNGEN + BILDER

Bei Rosmarin hatte ich zunächst ein Bild aus dem Universum und ein Gefühl von „Sphäre reinigen“.

WORTE

Die Botschaft: „Ich bringe Licht rund um den Erdball. Ich bin in der Lage mich zu wandeln, vieles zu wandeln. Hinab in die Natur, in den Wald, ich dringe bis in den Boden hinein.“

Wahrnehmungen von Katja Hammerschmidt

FRAGE

Wer bist du?

WORTE

„Ich bin Leben. Ich gebe dir dein Leben zurück. Alles, was nicht zu dir gehört, geht, wenn du dich mit mir verbindest.

Ich helfe dir, in deine Essenz zu kommen. Bringe das Wahre, Echte ans Tageslicht.

Ich bin Leben. Ich kann etwas überwältigend sein. Taste dich vorsichtig/langsam heran. Je länger du mit mir bist, umso besser fühlt es sich an.

Ich bin Leben. Immer da. Immer an deiner Seite, wenn du mich brauchst.“

BILDER/EMPFINDUNGEN

Hohe Tannen. Dichter Wald. Dunkel. Gemeinschaft von Bäumen. Unendliche Weite. Ewigkeit.

Das Wesen der Zeder

Wahrnehmungen von Silvia Diehl

EMPFINDUNGEN

Auf die Frage „Wer bist du?“ kommt ein großer Baum, sehr alt, schief gewachsen, an einem steilen Hang gewachsen.

Ich fühle Leichtigkeit und Wind. Ich fliege wie ein Vogel und spüre ein Kribbeln auf der rechten Seite der Zunge. Das Atmen fällt mir sehr leicht.

Wahrnehmungen von Maike Temme

WORTE

„Ich komme leicht daher und entfalte meine Kraft in der Ritze, wo ich hingelange. Dann bin ich stark im Wirken.“

EMPFINDUNGEN

Umfasst die Dinge ganzheitlich.

Wahrnehmungen von Nicole Keienburg

EMPFINDUNGEN

Hier bringt der erste Eindruck die Qualität eines sehr starken Öls, mit Eigenschaften wie hart, trocken, glatte, stumpfe Fläche wie Beton, niedrige Schwingung.

Nach kurzer Auseinandersetzung damit tauchte hinter diesen Qualitäten ein Bild von einem dahinter verborgenen goldenen und bunten Schatz auf. Eindrücke von Lebendigkeit und Fülle schwingen mit.

Das Wesen zeigt sich kurz noch als König mit einer goldenen Krone.

Wahrnehmungen von Katja Hammerschmidt

WORTE

„Ich bin das männliche Prinzip. Ich erde. Ich ernähre. Ich bin stark und beschützend.

Ich wecke deine inneren Kräfte. Deine Urinstinkte. Führe dich zurück zu dem Ursprünglichen. Unverfälscht. Urinstinkte werden geweckt. Kontrolle wird losgelassen.“

So vielfältig kann Wahrnehmung sein

Die Wahrnehmungen dieses Workshops zeigen, wie unterschiedlich sich ein und dasselbe ätherische Öl mitteilen kann. Manche Teilnehmerinnen empfingen Worte, andere sahen Bilder oder spürten deutliche körperliche und emotionale Reaktionen. Dabei entstanden ganz persönliche Eindrücke. Zugleich zeigten sich einzelne Motive und Qualitäten in mehreren Wahrnehmungen auf ähnliche Weise.

Für uns als Bundesverband Tierkommunikation war dieser Workshop eine wertvolle Erweiterung unseres gewohnten Erfahrungsraums. Er hat gezeigt, dass bewusste, intuitive Kommunikation nicht auf Tiere beschränkt sein muss und dass sich auch über Düfte, innere Bilder und körperliche Empfindungen ein Zugang zu anderen Wesen eröffnen kann.

Die Aufzeichnungen sind keine abschließenden oder allgemeingültigen Beschreibungen der Öl- oder Pflanzenwesen. Sie sind Momentaufnahmen einer Begegnung und laden dazu ein, Pflanzen und ätherischen Ölen mit Aufmerksamkeit und Offenheit zu begegnen.

Wir danken Anke Pütz für diesen besonderen Einblick in ihre Arbeit und allen Teilnehmerinnen für ihre Offenheit und die Erlaubnis, ihre Wahrnehmungen hier zu teilen.

Die Kommentare sind geschlossen.